Sie haben aufgehört, an Marx zu glauben

Steiermark | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Die Ökonomin und Politologin Gabriele Michalitsch über Leidenschaften und Krisen

Interview: Herwig G. Höller, Donja Noormofidi

Gabriele Michalitsch spricht nicht, wie man es von einer Ökonomin erwarten würde: Über Slogans wie „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“ schüttelt sie bloß den Kopf. Bevor sie antwortet, legt sie eine Pause ein, um ihre Gedanken zu ordnen, dafür ist die Antwort dann druckreif: „Unsere ganze Lebensführung ist den Maßstäben des Marktes unterworfen, das müsste nicht so sein.“ Michalitsch will das, was offensichtlich und natürlich scheint, hinterfragen, sagt sie.

Deshalb ist die Ökonomin und Politologin die ideale Eröffnungsrednerin für das Elevate Festival, das am 21. Oktober in Graz startet und für sich beansprucht, alternative Blicke auf poltische und wirtschaftliche Entwicklungen zu werfen. Die Frage, was wirklich los ist, treibe sie an, erklärt Michalitsch, die sich als Workaholic bezeichnet: Neben Lehraufträgen an den Universitäten


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