„Das Verbot behandelt Menschen ungleich“

Steiermark | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Eine Aktion des Forums Stadtpark zeigte die Tücken und Lücken des Alkoholverbotes auf

Bericht: Donja Noormofidi

Der Mann vom Maronistand war aufgebracht, so etwas hatte er noch nicht erlebt: Da kam ein junger Mann mit Brille daher, malte einen blauen Kreidestrich auf den Boden und sagte ihm, er dürfe in seinem Stand keinen Alkohol trinken. Der Maronimann schnappte das Telefon, sprach aufgeregt in den Hörer und kam zurück: „Der Einzige, der mir das Trinken verbieten kann, ist er, sagt mein Chef.“

Sozialhistoriker Joachim Hainzl sorgte vergangene Woche am Grazer Hauptplatz für Diskussionen. Im Rahmen einer Aktion des Forums Stadtpark mit dem Titel „Grenzkonflikte“ wollte er darauf aufmerksam machen, dass das Alkoholverbot am Grazer Hauptplatz „Menschen bei gleichem Verhalten ungleich behandelt“.

Laut einer Verordnung, die auf dem Landessicherheitsgesetz fußt, ist am Grazer Hauptplatz der Konsum von Alkohol verboten. Dieses Verbot gilt allerdings nicht „bei behördlich genehmigten


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