Der verrückte Blick

Steiermark | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Andreas Ruby hat gerade die besten Neubauten der Steiermark gekürt. Ein Gespräch über das Alte und das Neue in der Architektur

Interview: Thomas Wolkinger

Mit dem frisch gedruckten Jahrbuch ist dem Haus der Architektur (HdA) Beachtliches geglückt. Die elf Neubauten, die Andreas Ruby nebst dem diesjährigen Architekturpreisträger der Steiermark für das HdA ausgewählt hat, sind dort derart überraschend, zugleich zugänglich präsentiert, dass das Buch auch Laien viel Freude bereiten sollte. Außerdem hat der Berliner Architekturtheoretiker und Autor auch gleich eine kritische Lektüre steirischer Architekturproduktion der Nullerjahre mitgeliefert. Mit zum Teil erstaunlichen Thesen und, ja, Ermahnungen: Die „Grazer Schule der Architektur“, die seit den späten Sechzigerjahren Praxis wie Lehre im Lande geprägt hat, möge sich, schreibt Ruby da beispielsweise, nicht länger „auf den Lorbeeren ihrer Geschichte“ ausruhen. Mehr Wirklichkeitsbezug, weniger Avantgarde-Träume fordert


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