Vom Kindercafé zum Tonstudio: alternative Kulturzentren in Graz

Steiermark | aus FALTER 42/09 vom 14.10.2009

Ein weiteres Kulturzentrum muss her, finden die Initiatoren des Projekts A–Z. Mit sechs Hausbesetzungen seit 2007 kämpft die lose, basisdemokratisch organisierte Gruppe um ein Gebäude. Zuletzt ließen sich im März zwanzig Aktivisten von Polizisten aus dem besetzten Haus Grabenstraße 56 tragen. Das Objekt in Hand der Bundesimmobiliengesellschaft soll zu einem autonomen Zentrum werden, mit Kost-Nix-Laden, Kindercafé, Waschküche, Esszimmer und Küche, Werkstätten und Bandproberäumen. Ob das Gebäude überhaupt zur Verfügung gestellt werden könne, will nun Stadtrat Gerhard Rüsch (ÖVP) klären, dem die Liegenschaftsverwaltung unterstellt ist. Kulturstadtrat Wolfgang Riedler (SPÖ) verstand die Hausbesetzungen als politischen Protest. Aus dem bestehenden Budget sei jedoch an ein weiteres Kulturzentrum nicht zu denken.

Wie sehr die Basisdemokratie Initiativen im Weg stehen kann, mussten zuletzt engagierte Betreiber des Sub erfahren. Letzten Winter stand plötzlich nur noch einer alleine


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