Performance Tipp

Teshigawara tanzt den andalusischen Hund

Lexikon | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Der 56-jährige Choreograf Saburo Teshigawara studierte Bildhauerei und klassisches Ballett, ehe er 1985 seine Gruppe Karas (Rabe) gründete; seit damals ist er auf der Suche nach einer „neuen Form von Schönheit“ und akzeptiert keine konventionellen Grenzen mehr. „Wenn wir hier in diesem Raum keine Tür hätten, müssten wir drinbleiben“, sagte er in einem Interview einmal. „Ich will meine Hand durch die Wand stecken, um eine Tür zu schaffen. Das ist meine Haltung zum Tanz: schaffe, was es noch nicht gibt.“ Mehr als zehn Jahre nach dem letzten Wien-Gastspiel (1998 bei Impulstanz) zeigt das Tanzquartier nun die ganz neue Arbeit Teshigawaras: In dem Duett „Obsession – Un Chien A“ bezieht sich der Choreograf auf den Stummfilm „Ein andalusischer Hund“ (1919) von Luis Buñuel und Salvador Dalí, einem Hauptwerk des Surrealismus. WK

Tanzquartier, Halle G, Fr, Sa 20.30


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