Tipp

Die Flucht nach Shanghai als letztes Schlupfloch

Lexikon | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Die deutsche Autorin Ursula Krechel (Jg. 1947) liest aus ihrem Buch „Shanghai fern von wo“. Es behandelt das Schicksal jüdischer Emigranten, die ab 1938 auf der Flucht vor Hitler nur den Ausweg sahen, in Shanghai ein neues Leben zu beginnen. Auch Otto Tausigs Mutter Franziska berichtete in ihren kürzlich neu aufgelegten Erinnerungen „Shanghai Passage“ von dem jüdischen Ghetto, das dort entstand. Krechel wiederum hat die auf Tonband aufgezeichneten Erinnerungen von Ludwig Lazarus, einem von 18.000 jüdischen Emigranten in Shanghai, als Basis ihrer Erzählung verwendet. Das in fast 30-jähriger Arbeit genau recherchierte Buch wurde von der Kritik sehr freundlich aufgenommen. SF

Volkstheater, Empfangsraum, Di 19.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige