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Politik | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Der umworbene Tschusch: Ausländerfeindlichkeit prägt Alltag und Wahlkämpfe in Österreich. Hinter den Kulissen werben Politik und Wirtschaft längst um die Zuwanderer

Bericht: Stefan Apfl, Matthias G.Bernold

Vor zwei Wochen trafen Orient und Okzident im gleichnamigen Lokal am Wiener Naschmarkt aufeinander. Drei türkischsprachige Fernsehteams justierten ihre Kameras, ein Dutzend türkischer Journalisten zückte die Schreibblöcke. Sie sollten über eine Novität berichten: Der Mobilfunkanbieter Drei bringt in diesem Herbst sein erstes, eigens für eine ethnische Community geschnürtes Tarifpaket auf den österreichischen Markt. Fünf Cent für Ferngespräche nach Ankara und Istanbul, dazu türkische TV- und Radiosender via UMTS-Streaming. „3 bringt die Heimat aufs Handy“, lautete der Slogan, der am nächsten Tag quer durch die türkische Medienlandschaft zitiert wurde.

Der Medienrummel im Multikultichic ist Ausdruck eines Phänomens, das die österreichische Gesellschaft grundlegend


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