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Medien | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Bild-Chefredakteur Kai Diekmann erklärt, warum. Ein Gespräch über Sitten und Moral von Europas größter Tageszeitung

Interview: Martin Gantner

Nach zwölf E-Mails, mehreren Telefonaten und zwei Falter-Belegexemplaren, die per Post in die deutsche Bundeshauptstadt geschickt wurden, kam Anfang September die Nachricht von Pressesprecher Tobias Fröhlich: „Kai Diekmann macht gerne mit.“ Die Rudi-Dutschke-Straße und die Redaktion der linken taz sind nur einen Steinwurf entfernt. Dort, wo noch vor 20 Jahren die Mauer durch Berlin verlief, ragt das Gebäude des Axel-Springer-Verlags und der Bild-Zeitung 19 Stockwerke in den Himmel. Besucher werden durch Metalldetektoren geschleust – „wegen der Anschläge vom 11. September“, erklärt die Empfangsdame entschuldigend. Sie führt durch ein Drehkreuz zu den Aufzügen. Im 16. Stock wartet Kai Diekmann, Chefredakteur der größten Tageszeitung Europas. Während des Gesprächs helfen Büroleiter und Pressesprecher, wenn Diekmann Details vergisst.

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