„Laut, leise, still, grell, witzig und ernst“

Feuilleton | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Der Dirigent Ingo Metzmacher im Gespräch über Schostakowitsch und die gesellschaftliche Rolle der Musik

Interview: Carsten Fastner

Ohrenbetäubender Lärm. Alles zieht sich zusammen. Die Körper zucken. Dann Stille. Die Spannung löst sich. Es ist nicht zu überhören, wie sein Penis sich langsam senkt.“

So prägnant, wie es auch am Pult seine Art ist, schildert der Dirigent Ingo Metzmacher in seinem neuen Buch „Vorhang auf!“ den berühmt-berüchtigten Liebesakt aus Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“.

Überraschend wird der 52-jährige Hannoveraner nun auch Matthias Hartmanns Neuinszenierung dieses Stücks an der Wiener Staatsoper leiten, als Einspringer für den erkrankten Kirill Petrenko.

Als so innovativer wie streitbarer Operndirigent wurde Metzmacher vor allem als Generalmusikdirektor der Staatsoper Hamburg bekannt. Zwischen 1997 und 2005 etablierte er dort gemeinsam mit Regisseur Peter Konwitschny ein modernes Musiktheater. Lesenswerte Erinnerungen an diese


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