„Ich bin eigentlich schon ein bissi ein derber Typ“

Feuilleton | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Die Musikerin Christina Nemec glaubt an die Nische und hat mit Comfort Zone ein feministisches Elektroniklabel gegründet

Feature: Sebastian Fasthuber

Jeder sagt einem, dass es Wahnsinn ist, heute ein Label zu gründen.“ Christina Nemec lacht herzlich. „Das Problem ist, ich habe noch keinen Misserfolg. Und ich glaube an die Nische.“

Nemec, die als Musikerin unter dem Namen Chra firmiert, ließ sich nicht beirren und stellt nun im rhiz die ersten Veröffentlichungen ihres Labels vor. Comfort Zone heißt es, elektronische Musik mit queer-feministischem Hintergrund wird darauf erscheinen. Der Bogen reicht von Frequenzengefrickel bis zu Tanzbarem und Pop, Spaß und Ernst sollen Hand in Hand gehen.

Tonträger der Wahl ist Vinyl, mit dem totgeweihten Medium CD will Comfort Zone nicht arbeiten. Allenfalls Downloads wird es auch geben, schließlich trägt nicht jeder immer einen Plattenspieler mit sich rum. Von den 500er-Auflagen würde die Betreiberin gern „300 oder 400 verkaufen, das muss

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