Wir sind gekommen, um uns zu beschweren!

Stadtleben | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Aufregen mit Gesang: Nach Berlin, Hamburg, St. Petersburg oder Chicago bekommt nun auch Wien einen Beschwerdechor

Bericht: Christopher Wurmdobler

Ich kann nicht kochen und nicht werfen“, singen die Damen und Herren gut gelaunt, trotz Wut im Bauch, „ich bin total genervt und auch total blockiert!“ Man regt sich über verschmierte Wimperntusche auf, teure Öffis, über „Talg in allen Poren und Mikrochips in Hundeohren“. Überall gebe es Viagra, aber noch immer keine Pille für den Mann. Und überhaupt: „Warum kann man nirgends blaue Schuhe kaufen?“

Was Sie hier lesen, gehört zum aktuellen Text des Hamburger Beschwerdechors, einer Singvereinigung, die vor ein paar Jahren im Stadtteil Wilhelmsburg gegründet wurde und die in wechselnder Besetzung bei Festen und anderen Veranstaltungen antritt. Wir sind gekommen, um uns zu beschweren.

Es ist schon erstaunlich, dass das bizarre wie erfolgreiche Konzept, sich singend aufzuregen, nicht längst in Wien gelandet ist. Schließlich ist Wien


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