Terra Madre Wien: essend die Welt verbessern

Stadtleben | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Besser essen kann man lernen: Im Rathaus findet erstmals das Slow-Food-Symposium Terra Madre statt

Slow Food ist in den vergangenen 20 Jahren von einer mehr oder weniger spontanen Protestbewegung italienischer Journalisten zu einer internationalen NGO geworden, die unter Trendscouts als einer der zukünftigen Megatrends gehandelt wird. Eine der wichtigsten Schöpfungen der Slow-Food-Organisation ist die Terra Madre, eine Art Netzwerksymposium, bei dem es um Biodiversität, Ernährungssouveränität, Lebensqualität und Erhaltung esskultureller Eigenheiten geht.

Am 28. und 29. Oktober findet so eine Terra Madre erstmals auch in Wien statt, geboten werden im Rathaus nicht nur Vorträge (unter anderem von Slow-Food-Gründer Carlo Petrini) und vier Workshops zur kulinarischen Rettung der Welt, sondern auch ein „Markt der Vielfalt“, bei dem sich die fünf österreichischen „Förderkreise“ (Wiener Gemischter Satz, Wienerwald-Elsbeere, Wachauer Safran, Lungauer Tauernroggen und Grubenkraut) sowie die 15 „Arche-Produkte“ (regionaltypische, vom Verschwinden bedrohte Produkte oder Nutztierrassen wie Graukäse, Waldstaude-Korn, Kerbelrübe, Uhudler, Waldviertler Blondvieh, Sulmtaler Huhn, Weingartenpfirsich) präsentieren. Dazu gibt’s noch 21 „Schulen des Geschmacks“, einstündige Verkostungen und Präsentationen zu den unterschiedlichsten köstlichen Themen, einen Parcours der Sinne und sonst noch eine ganze Menge. fH

28. u. 29.10., Rathaus; www.terramadre.at


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