Goldene Zeiten

Stadtleben | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Erika Montagna machte mit 72 Jahren ein Lokal auf. Und nicht das altmodischste

Erika Montagna ist seit 50 Jahren in der Gastronomie tätig. Das erfährt man früher oder später, wenn man in ihrem neuen Lokal sitzt, wahrscheinlich aber eher früher. Denn Frau Montagna ist in ihrem Lokal recht präsent: virtuell einerseits, denn zahllose gerahmte Artikel an den Wänden dokumentieren ihre Karriere, und ganz real natürlich auch, denn Frau Montagna ist weder zu übersehen noch zu überhören.

Dass sie wieder ein Lokal mache, weil ihr in der Pension sonst zu fad wäre, bleibt nicht lange ein Geheimnis, und wer bei ihr schon aller gegessen hätte, ebenso wenig. Waldbrunn, zum Beispiel, oder der Otto Habsburg oder Bruno Kreisky, der die Fischsuppe sehr geschätzt habe.

Das war damals alles im von ihrem Vater begründeten Josefstüberl in der Alser Straße, heute ein Wettcafé, in dem mittags wienerisch und abends italienisch gekocht wurde, was in den späten 70ern noch ziemlich selten war.

Nach Verkauf


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