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Steiermark kurz

Steiermark | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Im Tauziehen um den Opel-Verkauf an Magna hat sich die EU-Kommission eingeschaltet. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes schrieb an die deutsche Regierung und äußerte Bedenken zur Milliardenhilfe für Opel. Sie ortet „deutliche Hinweise“, dass die zugesagten 4,5 Milliarden Euro Staatshilfen nicht den europäischen Wettbewerbsregeln entsprächen. Beobachter rechnen nicht damit, dass der Deal dadurch gekippt werden kann. Frank Stronach erklärte vergangene Woche in Weiz, dass die steirischen Magna-Standorte in Zukunft womöglich für Opel produzieren könnten.

Der Streit um die geplanten Murkraftwerke geht weiter: Nun erklärte eine Grundstückseigentümerin, sie sei von einem Mitarbeiter der Energie Steiermark AG bedroht worden. Der Estag-Mitarbeiter soll gedroht haben, dass die Frau in die Landesnervenklinik eingeliefert werde, sollte sie nicht unterschreiben. Die Energie Steiermark prüft die Vorwürfe.

Für Wirbel sorgt eine Veranstaltung in Maribor am 25. Oktober. Aus Österreich soll neben Josef Feldner und Marijan Šturm von der Kärntner Konsensgruppe auch FPÖ-Europaabgeordneter Andreas Mölzer teilnehmen. Anlass ist der 150. Todestag von Erzherzog Johann und der 150. Jahrestag der Übertragung des Bistums Lavant an Maribor. Es soll auch, so eine Sprecher Mölzers, um vertrauensbildende Maßnahmen zwischen einer deutschen Restminderheit und den Slowenen gehen. Anders sieht das der Rat der Kärntner Slowenen. Am Donnerstag lädt er in Ljubljana zu einer Pressekonferenz. Thema: „Marburg, Cilli, Petau – wieder Ziele der deutschnationalen Politik“.

3 bis 6

Cent pro Kilogramm Pressäpfel bekommen die steirischen Apfelbauern, vor einigen Jahren seien es noch 16 bis 17 Cent gewesen, erklärt Wolfgang Mazelle von der steirischen Landwirtschaftskammer. Auch der Preis für Tafeläpfel ist mit 23 bis 28 Cent im Keller, der Bauer braucht aber, um überleben zu können, 35 Cent pro Kilo, meint die Erzeugerorganisation OPST Partner Steiermark. Grund für den Preisverfall ist eine Apfel-Überproduktion.


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