Willkommen in „Little Istanbul“

Steiermark | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Ein Festival will zwischen österreichischen und türkischen Grazern vermitteln. Wie leben türkische Einwanderer und ihre Kinder?

Reportage: Herwig G. Höller, Donja Noormofidi

Demir Aytekin findet, Österreicher können nicht richtig Haare schneiden und rasieren sowieso nicht: „Wenn ich einen Kunden rasiere, ist die Haut danach wie die eines Babys“, behauptet der Friseur. Ein österreichischer Stammkunde gibt ihm Recht. Er sei einmal in einem anderen Friseursalon gewesen, danach habe er zwei Mal zu Aytekin gehen müssen, bis der Schaden wieder behoben war. Mit zehn Euro für Waschen, Schneiden und Föhnen kommt man bei Aytekin zudem günstig davon.

Der Frisiersalon Mevlana in der Elisabethinergasse liegt in Gries, neben Lend jener Grazer Bezirk mit dem höchsten Ausländeranteil, auch die meisten der 3890 türkischen Staatsbürger leben dort. Daneben gibt es vielleicht noch mehr Migranten der ersten und zweiten Generation aus der Türkei mit österreichischem Pass, über die keine gesonderten


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