Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 43/09 vom 21.10.2009

Was Graz in Zeiten wie diesen nicht braucht

Eine Aktionsplattform im Internet, damit die Steirerinnen Steiermark „machen“, die „anzetteln“ heißt und nur ganz dezent auf die SPÖ und die Landtagswahlen hinweist. Einen eigenen Fernsehturm. Endlich, nach so vielen Jahren, die Möglichkeit, „Sound of Music“ live in Graz zu sehen und zu verstehen, warum Österreich nicht nur wegen des Neujahrskonzerts geliebt wird. Pittoreske Gassen. Plakate mit Wortspielen, zum Beispiel: „NACHBAR SCHAFFT SICHERHEIT“ oder „KULTUR MACHT MENSCH“. Ein neues Kulturleitbild samt Pflege und Förderung der deutschen Sprache. Endlich einen Starbucks. Bewegung. Dreihundert zusätzliche Exekutivkräfte. Was Graz aber in Zeiten wie diesen schon braucht: eine Statistin mit weiblichen Rundungen und Erfahrungen als Nacktmodell und einen farbigen Athleten (direkt bei den Bühnen Graz melden). Ein Kino, wo man sich auch Filme anschauen kann, wenn die Kinder schon im Bett sind. Eine warme Jacke, die aber auch, wenn nötig, nicht so warm ist. Strategien zur Vermeidung von Minderwertigkeitskomplexen oder: eine neue Identität. Einen starken GAK. Ein bisschen mehr Zeit. Einen Extra-Müllwagen oder zwei Angestellte dafür. Anbindung an die großen Verkehrsrouten, zum Beispiel: Wien – Budapest. Mehr Arbeitsplätze außer im Sexgewerbe. Einen Konsumraum. Eine Lenkerauskunft wegen eines unbezahlten Strafzettels am vierten September. Mehr Geld (ca. eine Milliarde Euro).


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