Musiktheater Kritiken

Lady Macbeth von Mzensk an der Staatsoper

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Ingo Metzmacher hat es geschafft. Bei seinem Staatsoperndebüt mit Dmitri Schostakowitschs ?Lady Macbeth von Mzensk? leitete er als Einspringer das Orchester souverän und mit ansteckender Begeisterung durch alle Extreme der Partitur ? was, angesichts der knappen Probenzeit, keine geringe Leistung ist und manche kleine Dysbalance gern vergessen lässt. Angela Denoke (Katerina) und Kurt Rydl (Boris) überzeugen stimmlich und darstellerisch, Misha Didyk (Sergej) bleibt daneben etwas blass. Regisseur Matthias Hartmann lässt die drastische Geschichte um die Kraft unterdrückter Triebe in sauber bewegten, aber seltsam verhaltenen Bildern vorführen: sehr zweckmäßig, inhaltlich wenig ambitioniert. Die gestürzte Stalinbüste an der Rampe bleibt ein albernes Alibi.

Staatsoper, Fr, Mo, Do 19.00


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