Seinesgleichen geschieht

Im Gespräch: der Fall Meinl und seine österreichische Bedeutung

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Das Gespräch mit Julius Meinl dem Fünften, das wir Ihnen in dieser Ausgabe anbieten, regt zu einigen zusätzlichen Überlegungen an. Es ist klar, dass ein Mann wie Meinl, in Mediendingen und Rechtssachen aufwendig beraten wie kaum einer, ein Interview nicht gäbe, wäre er nicht der Ansicht, es würde ihm nützen.

Das so entstandene Interview ist ein Dokument. Meinl hat sich über seine Person bisher nicht ausführlich geäußert, er hat noch nie ausführlich zu den Vorwürfen Stellung genommen, den Ruf des Unternehmens und die Aufbauarbeit seiner Vorfahren ruiniert zu haben. Wie das Interview zeigt, sieht er sich immer noch ungebrochen in der Tradition dieser Familiengeschichte. ?Man? konnte kein Lebensmittelunternehmen mehr aufrechterhalten, sagt er, die Konkurrenz war zu groß geworden. Weg damit. Die kleine Bank bot bessere Chancen. Trotz jeder Menge Zaster wurde sie zum Desaster.

Was die Firma Meinl im Gefühlsleben der Österreicherinnen und Österreicher darstellte, lässt sich nur


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