Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Martin Gantner | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Ordensspitäler fürchten Finanzierungsengpässe. Pater Fischer sagt, wieso

Pater Provinzial Ulrich Fischer führt durch das älteste noch bestehende Spital Wiens. Im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im zweiten Bezirk werden Menschen mit und ohne Sozialversicherung, Gefängnisinsassen und Gehörlose Tag für Tag operiert und auf hohem Niveau versorgt. Fischer ist Chef der Ordensprovinz und steht somit acht Spitälern österreichweit vor. Er kennt das Spital seit den 60er-Jahren, ?als die Ärzte während der OP noch die Fenster offen ließen?. Vieles hat sich geändert: Die Brüder des Ordens wurden weniger, die weltlichen Mitarbeiter mehr und die Therapien immer teurer. Die Ordensspitäler, wie jenes in der Leopoldstadt, erbringen rund 20 Prozent aller Krankenhausleistungen und sind größter Spitalsbetreiber in Österreich. Doch das Geld wird knapp ? auch im zweiten Bezirk. ?Wir bräuchten dringend neue Geräte?, sagt Fischer. Er fürchtet, noch öfter bei der Politik ?anklopfen? zu müssen, bis seine Patienten bekommen, was sie benötigen.


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