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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Aha, ganze zwei Tage verplempert der durchschnittliche Angestellte also mit Weihnachtseinkäufen im Internet. Da fragt man sich, wie solche Studien erstellt werden und wer das berechnet. Jede Woche erscheinen neue schockierende Zahlen über die unproduktiven Arbeitnehmer. Diese verbringen angeblich zwei Tage pro Monat auf Seiten wie Facebook, vergeuden 28 Prozent ihrer Bürozeit aufgrund von Unterbrechungen. Dass jeder Zweite am Arbeitsplatz computerspielt, wissen wir ohnehin schon lange. Wenn all diese Zahlen stimmen, möchte ich wissen: Wann arbeiten diese Menschen eigentlich? Vielleicht ist das der wirkliche Grund für die Wirtschaftskrise. Vielleicht aber auch nicht. All die Zeit auf Facebook und bei heimlichen Onlineeinkäufen könnte ein Ausgleich für jene Arbeit sein, die die Menschen mittlerweile nachhause mitbringen. Das reicht vom Handy am Nachttisch bis zum Firmenlaptop im Urlaub. Dazu wünsche ich mir mehr Studien: über die Bürosklaven und ihre heimliche Rache mittels Amazon, Facebook und Co.


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