Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Die Alternative zum kindischen iPhone: Palm Pre

prüfbericht: thomas va?ek

Man muss nicht immer der Erste sein. Oft lohnt es sich, einen neuen Techtrend erst mal auszusitzen ? und zu warten, bis die Geräte besser werden. Beispiel iPhone: Das Apple-Teil ist mir einfach noch zu groß, zu schwer und zu kindisch. Ich hasse es, wenn ein Smartphone keine Tastatur hat. Also vertraue ich auf die Lernkurve der Hersteller, die alles daransetzen, das Apple-Gerät irgendwie zu übertrumpfen. Wie das gehen könnte, zeigt der schon totgesagte Organizer-Pionier Palm. Der neue Palm Pre, seit kurzem auch in Österreich erhältlich (rund 481 Euro ohne Vertrag), ist zunächst einmal viel kleiner und leichter als das iPhone ? und liegt in der Hand wie ein normales Handy, nicht wie ein Brikett. Der Palm Pre erfreut überdies mit einer ? wenn auch winzigen ? Schiebetastatur. Statt Firlefanz hat man sich bei Palm ein paar richtig clevere Anwendungen ausgedacht: So ordnet der Organizer Adressbucheinträgen die jeweiligen SMS und E-Mails zu. Ansonsten glänzt der Pre mit dem multitaskingfähigen Betriebssystem WebOS, WLAN, einem guten MP3-Spieler und Push-Mail. Allerdings können Privatanwender ihre Daten nur schlecht mit Outlook auf dem Rechner synchronisieren (funktioniert nur über Exchange-Server). Dafür hat der PalmPre ein sehr einnehmends Detail: einen Schalter, mit dem sich alle nervigen Signaltöne auf einmal ausschalten lassen. Der Palm Pre ist noch nicht perfekt ? aber eine Alternative. Rechtzeitig bevor endgültig jeder Depp mit einem iPhone herumläuft.

Thomas Va?ek ist Journalist und Buchautor in München


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige