Position: unvermittelbar

Stadtleben | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Arbeitslose Fußballprofis: Wieso haben sie auch nichts Anständiges gelernt?

Bericht: Daniel Nutz

Nur wenige Minuten dauerte der Besuch Heinz Lienharts bei der AMS-Geschäftsstelle in Graz. Der 30-Jährige ist nämlich nicht vermittelbar. Für Fälle wie ihn hatte das Arbeitsmarktservice noch nie einen Job zu vergeben. Seine Berufsausbildung genoss Lienhart zwischen den Torstangen. Dort lernte er Eckbälle zu fangen und Freistöße zu halten, was ihm vor zehn Jahren einen Profivertrag als Ersatztormann beim GAK einbrachte.

Sein Beruf als Fußballprofi führte ihn von Graz über Berlin und Klagenfurt nach Belgien, wo er nach einem kurzen Engagement beim Zweitligisten Namur keinen neuen Arbeitgeber mehr fand.

Seit Juli ist Lienhart einer von 109 in Österreich als arbeitslos gemeldeten Fußballprofis: bei rund 500 beschäftigten Berufsfußballern in den beiden heimischen Profiligen (Bundesliga und Erste Liga) eine durchaus dramatische Zahl und ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um satte 75 Prozent.


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