Willkommen im Korianderland

Stadtleben | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Bei Mike Yeh hat das Pan-Asiatische durchaus individuelle Hintergründe

Der Platz ist kein einfacher. Die Autos rasen und stauen vierspurig vorbei, eine Hundezone gibt?s und ein paar in einer Zeitschleife gefangene Textilgroßhändler. Aber Mike Yeh mag schwierige Orte, und ein solcher war Wien 1993 durchaus auch für den Eletrotechnik-Ingenieur aus der Chinatown Kalkuttas: kein Deutsch, Aufenthaltserlaubnis immer nur für ein Jahr, keine Chance, beruflich Fuß zu fassen.

Also kellnerierte er im damals internationalsten Asia-Restaurant der Stadt, dem Kiang in der Rotgasse, blieb 15 Jahre dort, lernte nicht nur ausgezeichnet Deutsch, sondern auch das Wesen der Wiener Gastronomie verstehen. Und eröffnete vor zwei Wochen sein erstes eigenes Lokal, das Mykai, das zweifellos eine gewisse Nähe zu Thomas Kiangs Lokalen besitzt, und zwar sowohl bei der eher panasiatischen Ausrichtung der Küche als auch beim Design, wenngleich hier kein Stararchitekt zum Einsatz kam.

Recht hübsch wurde das Mykai

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