?Ich habe beim Schreiben noch jedes Mal geweint?

Steiermark | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Autor und Nachrufverfasser Mathias Grilj erklärt, wie man sich richtig vor den Toten verbeugt

Interview: Gerlinde Pölsler

Ich bin so viel neugierig, wie das Sterben ist!?, lässt Mathias Grilj seine Schwiegermutter in seiner Grabrede ein letztes Mal ihre Stimme erheben. ?Wir lesen, und jetzt lesen wir durch Tränen. Gott, wie das funkelt?, verbeugte er sich in ?Addio, Poeta!? vor seinem Freund, dem Schriftsteller Franz Innerhofer. Der Autor und Journalist Mathias Grilj hat in seinem Leben schon ?ein Schippel? Nekrologe verfasst, über Verwandte, Künstlerfreunde und auch über Leute, die er nie gesehen hat, als Ghostwriter. (?Das Schönste am Sterben?, sagte ihm einmal ein Freund, ?ist dein Nachruf.?) Am Allerheiligentag wird er im Werkraumtheater aus seinen ?reden an die toten? lesen (19.30 Uhr), musikalisch unterstützt von Sohn Paul. Im Interview erklärt er, wie viel Wahrheit ein Nekrolog verträgt.

Falter: Was braucht eine Grabrede, damit sie berührt ? und was darf auf keinen Fall


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