Wie das ?Neidkonto? erfunden wurde

Steiermark | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Eine steirische Studie sorgt bundesweit für Aufregung. Der Autor fühlt sich missverstanden

Bericht: Herwig G. Höller

Von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) setzte es in der Pressestunde persönlich adressierte Schelte, im Sozialministerium wird despektierlich erzählt, dass es sich beim Autor der Studie von Joanneum Research eigentlich um einen ?Klimaforscher? handle, und Der Standard resümierte mit ?Tendenziöse und unrealistische Beispiele?.

Unvermittelt war da der Grazer Volkswirt und Finanzwissenschafter Franz Prettenthaler, der diese Woche seine Studie zur sozialen Gerechtigkeit präsentiert, ins Zentrum einer heftigen Umverteilungsdebatte geraten. Schuld daran ist Finanzminister Josef Pröll (ÖVP). Dieser hatte in seiner kürzlichen Rede Prettenthalers Vorschlag übernommen, ein ?Transferkonto? zur Auflistung sämtlicher Sozialleistungen von Bund, Land und Gemeinde einzuführen. Prominent sekundierte Die Presse, die Neid zur Tugend erklärte und ein Beispiel Prettenthalers


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