Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 44/09 vom 28.10.2009

Liebe Leserinnen & Leser, die Schweine müssen weg!

Der große Wolfgang Bauer, dessen erstes Stück ?Schweinetransport? (oder so ähnlich) hieß, hat gemeint, Schreiben macht eigentlich nicht wirklich Spaß, aber darum geht es nicht, es muss halt getan werden. So wie essen, scheißen, vögeln. Ein großer (echter) Kolumnist vergleicht das Kolumnenschreiben mit dem Transport von Zitronen von Sardinien nach Wolfsburg: Da fragt man sich auch nicht nach dem Sinn, man tut es einfach, manchmal gern, manchmal gar nicht. Ähnlich ist es wahrscheinlich auch, wenn der BP seine Rede zur Lage der Nation vortragen muss. Er muss einfach. Nämlich: aus der Vergangenheit Kraft schöpfen, Wege in die Zukunft weisen. In diesem Sinne würde ich das Schreiben also eher mit dem Transport von 40 Schweine(n) nach Beirut vergleichen, und damit, meine Damen und Herren, wären wir beim großen Mike Krüger, der nach langer Abwesenheit in diesem Jahr endlich wieder in Graz war, von uns unbeachtet ebenso wie der direkt darauf folgende Kongress der europäischen Schweinezüchter unter dem Titel: PIG MEETS FUTURE. Die Conclusio: Das europäische Einheitsschwein wird es auch in Zukunft nicht geben. Das wäre quasi Selbstmord, womit wir bei der Vergangenheit wären, beim Neuen Testament nämlich: Jesus befreite einen Besessenen von Dämonen (ihr Name: Legion) und erlaubte ihnen, sich in 40 Hausschweinen einzunisten, die sich daraufhin in einen See stürzten. In diesem Sinne wünschen wir eine super sexy Woche und gute Fahrt.

Dramatiker Johannes Schrettle ist zwar kaum in Graz, dennoch weiß er immer was von dort zu berichten


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