Musiktheater Kritik

Substanzloser Abendwind an der Volksoper

Lexikon | Andreas Dallinger | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Recht gute Voraussetzungen: zwar nicht Nestroys bester Text, aber doch eine wortwitzige Farce, Musik von Offenbach und der Direktor selbst als Darsteller und Regisseur. Die Volksoper hätte mit "Häuptling Abendwind" eine immerhin auslastungssichere Produktion platzieren können. Geworden ists aber ein rechter Langeweiler. Die substanzlose Musik verpufft, noch ehe sie wahrgenommen wird. Text und Gesang werden mit Tourneetheatercharme über die Rampe geschmiert. Da hilft es nichts, dass Robert Meyer ein pointierter Nestroydarsteller ist. Nach "Vogelhändler" und "Rigoletto" nun die dritte Produktion, in der es die Volksoper nicht versteht, ihr Kerngeschäft adäquat auf die Bühne zu bringen.

Volksoper, 17. und 19.11., 20.00


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