Tipp

Nordischer Expressionist wiederentdeckt

Lexikon | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Schon in der Ausstellung "Edvard Munch und das Unheimliche" im Leopold Museum vermögen die Arbeiten des norwegischen Expressionisten Aksel Waldemar Johannessen (1880-1922) besonders zu beunruhigen. "Frühlingsanbruch" titelt eines seiner hier gezeigten Gemälde. Man meint darin dem Tod ins Auge zu blicken. Rund 60 Gemälde, Grafiken und Skulpturen führen nun in das von düsteren Themen bestimmte Schaffen eines Außenseiters ein, dessen Werk erst 1990 wiederentdeckt wurde. "Mit das Merkwürdigste, dem ich je begegnet bin", soll Munch über die Kunst seines Landsmannes gesagt haben. Dabei hätte doch gerade er die zutiefst existenzielle Dimension dieses Schaffens mit treffenderen Worten beschreiben können. MJ

Leopold Museum, bis 11.1.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige