Tiere

Students Farm

Lexikon | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Die Audimax-Besetzung (…) hat so viel revolutionäres Potenzial wie eine Tupperware-Party

Christian Rainer, Chefredakteur profil

Kalte Frühwintertage verlangen geradezu danach, sich in eine warme Leseecke mit einem sogenannten „guten“ Buch zurückzuziehen. Ich empfehle George Orwells „Farm der Tiere“. Ein Werk, das als Parabel über Revolution und Restauration gerade jetzt wieder seinen zeitlosen Charakter beweist. Die Studentenproteste sind grundsätzlich basisdemokratisch organisiert („Alle Tiere sind gleich“ – siebtes Gesetz des Animalismus), und jeder, der eine Studiengebühr verlangt, ist genauso ein Feind wie auf der besetzten Farm alle Zweibeiner (erstes Gesetz).

Man soll ja die Analogie nicht zu weit treiben, aber die Figur der einfältigen Schimmelstute Mollie, die im Buch das bourgeoise Bürgertum symbolisiert, gleich nach der Revolution die Farm verlässt, um im Ausland ihrem gewohnten Leben zu frönen, scheint dem realpolitischen Hauptakteur mit dem Tiernamen direkt


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