Kommentar

Hahns Erben müssen warten: Aber bitte die Hofratswitwen schocken!

Integration

Falter & Meinung | Julia Ortner | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Es ist ein mühsamer Job. Das Amt des Wiener ÖVP-Chefs ist schwer vermittelbar, diverse Kandidaten sind zögerlich. Also einigte sich der schwarze Landesparteivorstand jetzt einmal sicherheitshalber darauf, sich nicht zu einigen. Die Nachfolge von Johannes Hahn, der als EU-Kommissar nach Brüssel geht, wurde vertagt und eine Wahlkommission einberufen. So wollte man Konflikte verhindern.

Dieser schwarze Chefposten ist eine Führungsfunktion, für die man besonders unerschrocken oder besonders katholisch sein muss – Leiden gehört zum Amt dazu. Denn Obmannquälen ist die Lieblingsdisziplin der Wiener Bürgerlichen, einer völlig heterogenen Truppe, die vom Chef mühsam zusammengehalten werden muss: Von den Lodenmantelgeschwadern des mächtigen Döblinger Bezirkskaisers Adi Tiller bis hin zu den schwarzen Bobos rund um Stadtrat Norbert Walter.

Ob der wirtschaftsliberale Raiffeisengeneralsekretär Ferry Maier, der Bundesrat-Vize Harry Himmer, einst als „Bonzenquäler“ berühmt geworden


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