Kolumne

Südafrika vor der Fußball-WM: ein Land der guten Hoffnung

Außenpolitik

Franz Kössler | Falter & Meinung | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Statistiken zeichnen oft ein Bild eines Landes, das mit der Realität, die man als Besucher erlebt, wenig zu tun hat. In acht Monaten wird in Südafrika die Fußballweltmeisterschaft ausgetragen, hunderttausende Fans werden erwartet. Südafrika, sagt die Statistik der Regierung, ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Jeden Tag ereignen sich an die 50 Morde, 100 Vergewaltigungen (mit einer geschätzten zehnfachen Dunkelziffer) und 700 Einbrüche – bei einer Bevölkerung von 50 Millionen. Das ist die sechsfache Kriminalitätsrate der USA.

Nicht nur weiße Südafrikaner, die weniger als zehn Prozent der Einwohner ausmachen, fast zwei Drittel der Bevölkerung fühlen sich bedroht, wenn sie in der Dunkelheit auf die Straße gehen. Dennoch kann man Südafrika mit Umsicht bereisen, ohne sich je bedroht zu fühlen, selbst wenn man auch ausgesprochene Risikozonen bewusst besucht. Bei der Weltmeisterschaft, versichert die Regierung mit einer gewissen Glaubwürdigkeit, sollte die Kriminalität

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