„Meinl verhöhnt seine Opfer“

Politik | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger über den Comebackversuch von Julius Meinl V.

Interview: Stefan Apfl

Im vergangenen Falter wurde ein mehrseitiges Interview mit Julius Meinl V. abgedruckt, das unter vielen Lesern für heftige Diskussionen sorgte. Der Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger, einer der vehementesten Meinl-Kritiker, war empört. Warum?

Falter: Herr Rasinger, Sie haben das Meinl-Interview im Falter gelesen. Was hat Sie daran so aufgeregt?

Wilhelm Rasinger: Ich verfolge die Causa seit vielen Jahren und sehe, wie viele kleine Anleger durch Meinl-Produkte Geld verloren haben. Und zwar Leute aus den unteren Schichten. Meinl sagt heute, das täte ihm leid, obwohl er keine der vielen Chancen der Wiedergutmachung genützt hat. Deshalb kann ich überhaupt nicht verstehen, warum er sich gerade im Falter selbst bemitleiden darf. Für Nichtbetroffene ist das vielleicht ein kulinarisches Boulevardstück. Für seine tausenden Opfer ist das Interview ein Hohn.

Meinls Sicht ist für die


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