Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Bernhard Riedmann | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Geschiedene Männer kämpfen gegen das „Vaterverbot“

Wenige Tage nach der Studentendemo wird in Wiens Innenstadt erneut demonstriert. Der Verein Vaterverbot fordert gemeinsam mit der Männerpartei mehr Rechte für geschiedene Väter. Am Freitag versammeln sich 200 Demonstranten vor dem Bildungsministerium. Fast ein Drittel der Anwesenden sind Frauen. Norbert Grabner ist Gründungsmitglied des Vereins Vaterverbot und erzählt von Fällen, in denen Väter die Erziehung ihrer Kinder nicht mehr beeinflussen können. Alles hänge vom guten Willen der Mutter ab, meint er. Fehle dieser, würde einfach der „Neue“ die obsorglichen Pflichten übernehmen: „Da geht ein Fremder mit meinen Kindern zu Arzt und Schule. Da kann doch etwas nicht stimmen.“ Bis jetzt besetzten fast ausschließlich rechte Parteien dieses Thema – der Verein Vaterverbot möchte es in die Mitte der Gesellschaft tragen. „Es gibt bei uns keine politische Richtung“, sagt Grabner, „ich möchte nur für meine Kinder da sein dürfen.“


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