Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender Begebenheiten

Politik | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Strenge für Obezahrer in Wien, Rauswurf für UN-Experten und ein Schlag gegen die Camorra

Wien: Obezahrer unerwünscht

Bürgermeister Michael Häupl verteidigte die Praxis, dass in Teilen des Magistrats Mitarbeiter über ihre Krankenstände befragt werden, also auch über die Diagnose. Die Grünen hatten sogenannte Rückkehrgespräche bei der Müllabfuhr (MA 48) angeprangert. Dies gehöre zur Fürsorgepflicht gegenüber Arbeitnehmern, sagte der Wiener SPÖ-Chef. Jene Briefe, in denen Bedienstete im Krankenstand auf die Möglichkeit einer Kündigung hingewiesen wurden, sieht er allerdings kritisch: Die briefliche Mitteilung sei eine „Rechtsauskunft“, die er als „reichlich unsensibel“ betrachte. Prinzipiell will Häupl eine „individuelle Beurteilung“ der Fälle. Denn Krankenstandstage seien auch ausgenutzt worden, um als Taxifahrer zu arbeiten oder sich einen Zusatzurlaub zu verschaffen: „Um es auf Wienerisch zu sagen, Obezahrer sind von unserer Seite nicht schutzwürdig.“

Bern:

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