Wie gedruckt

Pressekolumne

Medien | Martin Gantner | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Zwischen den Flüssen Reno und Savena, am Fuß der Apenninen (...) liegt ein Städtchen namens Bologna.“ So lauten die ersten Zeilen eines Textes in der ersten (einzigen?) Ausgabe von Morgen, die mit Eva und Hans Dichand nix zu tun hat. Es ist die Zeitung der Audimax-Besetzer. Über Nacht geschrieben und 10.000-fach gedruckt. Wie 2000, als Kanzler Schüssel gegen die „Internetgeneration“ wetterte, entstehen auch heute wieder alternative Medien. Damals waren es Mund (Medien unabhängiger Nachrichtendienst) und gegenschwarzblau.net. Heute sind es Twitter, unsereuni.at und Morgen. Und die „alten“ Medien? Auch sie haben dazugelernt. So denkt Andreas Unterberger, Chronist der Schüssel-Ära, in seiner Pension darüber nach, sein Weblog in eine echte Online-Zeitung umzuwandeln. DerStandard.at-Kollege Hans Rauscher kann dabei beobachtet werden, wie er mit Columbo-Trenchcoat ins Audimax spaziert, um studentischen Besatzungsmotiven on Air mit der Frage nachzuspüren: „Und ist das, weil das lustig ist?“


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