„Ich bin ein schlechter Katholik“

Medien | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Der konservative Publizist Andreas Unterberger über die Verdienste der schwarz-blauen Ära, den Verlust der Macht und die Einsamkeit des Chefredakteurs

Gespräch: Martin Gantner, Julia Ortner

Er gilt als Chronist der schwarz-blauen Wende im Land. Andreas Unterberger ist ein Mann, der viele Feinde hat. Vor drei Wochen wurde der streng konservative Publizist als Chefredakteur der Wiener Zeitung abgelöst – unfreiwillig. Nach seinem Abschied von der Zeitung der Republik rechnet Unterberger in seinem Josefstädter Stammcafé mit seiner Zeit im österreichischen Journalismus ab.

Falter: Herr Unterberger, sind Sie ein Opfer der Politik?

Andreas Unterberger: Opfer ist ein Ausdruck, den ich nicht verwende. Aber natürlich konnte laut Gesetz nur eine Person meine Abberufung veranlassen, und das war der Bundeskanzler.

Ihre Bestellung zum Chefredakteur der Wiener Zeitung war doch genauso politisch motiviert wie Ihre Abberufung. Sie wurden vom damaligen ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel in das Amt des


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