Hellblau gegen Rosa, Games versus Rides

Feuilleton | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Greg Mottolas „Adventureland“ stellt endlich die Konventionen verfilmten Erwachsenwerdens infrage

Filmkritik: Michael Pekler

Sobald sich Jugendliche mit altersadäquaten Schwierigkeiten herumschlagen, ist dem inflationären Gebrauch der Marke „Coming of Age“ Tür und Tor geöffnet – ganz im Gegensatz zu den jungen Leuten selbst, die oft und gerne an der Schwelle zum Erwachsenwerden hängenbleiben und dabei auf die Nase fallen.

Die Genrebezeichnung suggeriert einen Übergang von vorgeblicher jugendlicher Unbekümmertheit zu erwachsener Selbstverantwortung, der dabei hilft, sich in die Gesellschaft einzugliedern, zumindest aber sich der Gemeinschaft der näheren Umgebung anzupassen. Da hilft meist nur die Flucht nach vorne, raus aus den Kaffs und hinein in die Welt. Was den Coming-of-Age-Filmen jedoch meistens fehlt, ist die Erklärung, wohin dieses Erwachsenwerden eigentlich führt – weshalb sie naturgemäß dort enden, wo das Neue beginnen würde.

Wenn es also überhaupt eine Existenzberechtigung

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