Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 8: Gerechtigkeit für Yoko Ono! Sie hat mehr gerettet als kaputtgemacht

Feuilleton | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Enthusiasmus-Serie: Gerhard Stöger

Eine Hexe sei sie, heißt es. Weil sie die beste Popband aller Zeiten kaputtgemacht habe. Ganz alleine nämlich. „Ja“, sagt Yoko Ono, diese meistgehasste Künstlerin der Welt. „Ja, ich bin eine Hexe.“

Sie sagt es im Titel eines 2007 erschienenen Albums, auf dem sie ihr Soloschaffen sichtet und mit diversen jungen Kollegen zusammenarbeitet, einer cooler als der andere: Peaches. Cat Power. Antony. Diese Liga.

Yoko Ono hat die Beatles nicht zerstört, wie einfältige Gemüter, misogyne Narren und Realitätsverweigerer bis heute glauben. Yoko Ono hat vielmehr John Lennon gerettet. Und vorübergehend auch dessen Band.

Kennengelernt hatten John und Yoko einander im November 1966, ernst wurde es im Frühjahr 1968. Dazwischen lag „Sgt. Peppers’s Lonely Hearts Club Band“. Eine völlig überschätzte Platte, die nicht den Höhe-, sondern vielmehr den vorläufigen Endpunkt der Beatles markierte.

Dieses eitle Cover! Diese affigen Anzüge! Dieser Blumenkinderquatsch!


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