Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

… dass in Wien die Uhren anders gehen. Erst unlängst wurden die öffentlichen Würfeluhren erneuert und – anders war es angeblich nicht zu finanzieren – mit Sponsorenlogos versehen. Seit Wochen zeigen die meisten Würfel Punkt zwölf. Ein „Ersatzteil“ fehle, hieß es. Haben die Dinger keine Garantie?

… dass die Renovierung des Stadthallenbads Kritik hervorruft: Grüne und Architekten stoßen sich am Ausschreibungsprozess und sorgen sich um die historische Anlage von Roland Rainer. Die sei „in akuter Gefahr“, warnen Architekten. Die grüne Planungssprecherin Sabine Gretner spricht von einem „Vergabechaos“: Bei einem 20-Millionen-Euro-Projekt verpflichte das Gesetz dazu, europaweit auszuschreiben. Das sei laut Gretner nicht geschehen. Das Bad soll bis 2011 wieder eröffnet sein.

… dass im 15. Bezirk, der Standard berichtete, das wahrscheinlich erste Null-Energie-Hotel der Welt eröffnet wird. Mit thermischer Sanierung, Fotovoltaik und Windrädern auf dem Dach soll sich das Boutiquehotel Stadthalle komplett selbst versorgen.

... dass die Öffis sauber werden sollen. Die Wiener Linien stellten neue Putz- und Einsatzkräfte vor, eine Kampagne soll Öffibenutzer zum freiwilligen – oh, wie nett! – Verschmutzverzicht animieren.

... dass sich der Fall Aeryn Gillern zum zweiten Mal jährt. Am 29. Oktober 2007 rannte der US-amerikanische UN-Mitarbeiter nackt aus der Wiener Schwulensauna Kaiserbründl (siehe Falter 47/08). Seitdem fehlt jede Spur von ihm. Auch eine Leiche in der Donau fand sich nicht. Der betreffende Ermittler, dessen Arbeit stark kritisiert wurde, ist bereits pensioniert.


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