Seestadt oder Schlafstadt?

Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Raumarchitekt Oliver Schulze über Nutella, gute Partys und urbanes Treiben auf dem Flugfeld Aspern

Gespräch: Joseph Gepp

Wohnraum für 20.000 Menschen, Arbeitsplätze für 15.000, ein Park, ein See, eine Ringstraße, das alles auf einer Fläche, so groß wie die der Bezirke Neubau und Josefstadt zusammen: Das ehemalige Flugfeld Aspern in der Donaustadt ist eines der größten Stadtentwicklungsgebiete in Europa. Und im Gegensatz zu manch anderen Neubauvierteln soll dort – in rund 20 Jahren, wenn das Projekt vollendet ist – auch das Straßenleben pulsieren. Damit Aspern nicht zu einer weiteren Wiener Schlaf- und Pendlerstadt verkommt, haben das Rathaus und die zuständige Entwicklungsgesellschaft den deutsch-dänischen Raumarchitekten Oliver Schulze, 35, vom Büro Gehl Architects, mit einem Masterplan beauftragt. Schulze ist Experte für den öffentlichen Raum. Im Falter-Gespräch erklärt er seine Vision einer belebten Stadt.

Falter: Herr Schulze, wenn ich mich in die U-Bahn setze und

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