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Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Design aus Wien gibt’s nicht erst seit kurzem. Nun wurde es eine eigene Marke

Bericht: Christopher Wurmdobler

Zum Beispiel der Bundesbahn-Mistkübel, ein Entwurf von Josef Hoffmann und Oswald Haerdtl. Die Österreichischen Bundesbahnen hatten die beiden Architekten in den 20er-Jahren damit beauftragt, die Waggons neu zu gestalten. Offenbar setzten Hoffmann und Haerdtl auf exklusives und langlebiges Design und Material. Denn über 80 Jahre später steht im Geschäft von Patrick Kovacs ein Mistkübel aus eloxiertem Aluminium – er gehörte zum Bahninterieur. In den 70er-Jahren, als die ÖBB die Waggons aufs Abstellgleis verfrachtete, hatte ihn jemand vorm Einschmelzen bewahrt.

„In einer neuen Küche von Bulthaup würden sich vier davon gut machen“, sagt Kovacs. „zum Mülltrennen.“ Leider hat er nur zwei davon. Bislang.

Herkunft und Geschichte des frühen Beispiels für österreichisches (Industrie-)Design stimmen. Und jetzt bekommt der Entwurf noch einen Wert. 850 Euro verlangt der


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