Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Up- und Downtown Sievering: mehr als nur Gansl und Sturm

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Es dürfte irgendwie genetisch bedingt sein: Wenn es Herbst wird, zieht’s die Wiener auf unerklärliche Weise in Heurigenorte. Sogar jene, die bei Folklore-Alarm sonst eher das Jucken kriegen. Eine Erklärung dafür mag das zu dieser Zeit hier akute Angebot von nicht fertig vergorenem/trübem Wein (Sturm/Staubiger) und Bratgänsen aus ungarischer Massenzucht sein, das bei vielen eigenartig spontane Aussetzer jeglichen Geschmacksempfindens verursacht. Wobei es im Weinort Sievering, der als solcher eigentlich kaum mehr zu erkennen ist (die Weingärten rechts und links der Bellevuestraße muss man sich erwandern) durchaus auch noch Alternativen gibt.

King of Gutbürgerlich

Den Eckel zum Beispiel, von Stammgästen und Fans (Übereinstimmung: 99,7 Prozent) seit Jahrzehnten für seine gehobene Wiener Küche – mit gleichermaßen skurrilen wie köstlichen Ausflügen in die Gastronomie der 70er-Jahre gespickt


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