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Grundkurs Kochen (53)

Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Zehnmal besser als Eunuchen: Sturm mit einem Zwiebelkuchen

Wer Sturm sagt, muss auch Zwiebelkuchen sagen, wer Sturm kauft, backt ihn selbst. Das pikante Blechereignis ist keine Hexerei und macht bei herbstlichen Einladungen einiges her. Wir brauchen einen – salzigen! – Germteig, jede Menge (Gemüse-)Zwiebeln, Eier und Sauerrahm; eventuell auch Speckwürfel.

500 g Mehl in eine große Schüssel geben, Mulde hineindrücken, ½ Würfel Germ mit etwas Rohrzucker und ¼ l warmes Wasser hinzugeben und einen Vorteig („Dampfl“) anrühren. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. 1 TL Salz dazu und gut 4 EL Öl, mit dem restlichen Mehl gut verkneten. Wenn’s klebt, etwas Mehl, wenn’s zu trocken ist, noch etwas Wasser dazugeben. Zudecken, ½ Stunde gehen lassen.

Inzwischen Zwiebeln (1–2 Kilo!) in Ringe schneiden, in Butterschmalz glasig dünsten. Abkühlen lassen. Teig auf Blechgröße ausrollen, auf Blech (Backpapier!) geben, nochmals 20 Minuten zugedeckt gehen lassen. 2 Becher Sauerrahm, Salz, Kümmel, Pfeffer und 5 Eier zu den Zwiebeln geben und gut umrühren.

Das Rohr auf 200 Grad vorheizen, die Zwiebel-Ei-Rahm-Masse auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen. An dieser Stelle könnte man noch Speckwürfel und/oder würzigen geriebenen Käse auf den Kuchen streuen. Ab ins Rohr, backen, bis die Oberfläche goldbraun ist, das dauert eine halbe Stunde oder mehr (je nach Rohr). Die Schweizer sagen übrigens „Zwiebelwähe“, was wie eine Drohung klingt. Schmecken tut es ähnlich. Ähnlich gut, nämlich. cw


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