Es kommt gutes Wetter

Stadtleben | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Raetus Wetter, Herz und Hand des ehemaligen Expedit, hat sein eigenes Lokal

Schon seltsam, dass Wiens beste Italo-Köche alle keine Italiener sind: Im fabios kocht ein Salzburger, im Novelli ein griechischer Grazer (okay, der kocht dort nicht mehr italienisch, aber er kann’s), in der Cantina e l’Arte ein Steirer, in der Cantinetta Antinori und im Collio stehen Wiener am Herd. Und der Mann, der in den vergangenen neun Jahren die interessanteste, direkteste, echteste und unschnöseligste Italo-Küche von allen bot, ist ein Schweizer aus dem Appenzell. Und der ist nicht einmal Koch, weil er nämlich Industriedesign studiert und Floristik gelernt hat.

Aber das, was Raetus Wetter da im Expedit so auf die Teller brachte, war halt einfach anders: frischer, gemüsiger, fischiger, einfacher, geschmorter, intensiver, glücklichmachender als in den diversen Lammkrone-mit-Trüffelrisotto- und Branzinofilet-mit-Blutwurstravioli-Tempeln.

Nicht zuletzt, weil er einfach – vor allem in Ligurien – die


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