Heidi List

Moni

Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Kolumnen | aus FALTER 45/09 vom 04.11.2009

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen

Frau Moni beschloss eines Tages, sich wieder auf Dunkel umzufärben. Neue Frisur, neues Leben, so wie beim Meinl. Huschte dann bei Nacht und Nebel zu ihrem Freund und läutete an der Wohnungstür. Als er öffnete, sah er sie nur im Halbdunkel und flüsterte: „Bist deppert, Iris, heut’ ist ja erst Dienstag, da kommt die Moni zu mir.“ Und was tat Moni? Sie spielte mit. Und zerrte ihn ins (dunkle) Stiegenhaus, um ihn dort zu vernaschen. Angeblich war’s so gut wie schon lang nimmer. Dann ist sie gegangen und hat sich ohne Erklärung nicht mehr bei ihm gemeldet.

Wenn die Geschichte stimmt, finde ich sie extrem cool. Wieso mir so was nie passieren würde? Weil ich erstens der Typ Frau bin, der dann auf Eine-Szene-Machen besteht. Und zweitens hätte ich Todesangst davor, dass die Hausmeisterin uns beim Sex erwischt. Die fäult mich eh schon seit Jahren an, dass unser Hund zu blad ist, ich möchte nicht wissen, was die dann über uns sagt. „Na geh, wie schaun denn Ihre Haare aus, hean S’.“ Oder: „Hean S’, Sie hom jo goa kan Busen!“ Undenkbar. Aber wahrscheinlich geht’s bei der Moni-Geschichte eh um was anderes.


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