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Diskurs über künstliche Intelligenz und Kunst

Lexikon | Bernhard Kern | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Als jüngstes Mitglied des experimentellen Literatenzirkels der Wiener Gruppe kam Oswald Wiener schon in den späten 50er-Jahren in Kontakt mit den führenden Köpfen der heimischen Kunstszene um H.C. Artmann, Konrad Bayer und Friedrich Achleitner. Zu dieser Zeit begann er auch, sein Interesse auf die neu aufkeimenden Computertechnologien und die Theorie der Kybernetik zu lenken. Vielen ist Wiener als Akteur der Aktion „Kunst und Revolution“ im Neuen Institutsgebäude der Uni Wien im Jahr 1968 in Erinnerung. Die unter dem Namen „Uni-Ferkelei“ in die österreichische Zeitgeschichte eingegangene Kunstaktion schlug enorme Wellen. Hetzkampagnen des Boulevards und eine drohende gerichtliche Verurteilung erzwang seine Flucht nach Berlin. Dort lebte er als Exilgastronom und studierte Mathematik und Informatik. Von 1992 bis 2004 übernahm der Avantgardedenker eine Professur für Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Rahmen der Gesprächsreihe Das Reflektorium philosophiert Oswald Wiener am Donnerstag mit Gastgeber Stefan Zweifel über „Künstliche Intelligenz und Idiotie des Künstlers“.

Burgtheater, Vestibül, Do 20.30


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