Ohren auf!

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Oman Consort, das war eigentlich ein ganz guter Name für ein Originalklangensemble, so eingängig wie unverwechselbar, und bestens eingeführt war er auch, nicht zuletzt durch vier CD-Produktionen bei der ORF-Edition Alte Musik.

Nun aber wechselte die Truppe rund um den oberösterreichischen Blockflötisten Michael Oman (geb. 1963) zu einer großen Plattenfirma, der Deutschen Harmonia Mundi unter dem Dach des Sony-Konzerns, und seitdem nennt sie sich Austrian Baroque Company, kurz: ABC. An ihrer forschen, bisweilen folkloristischen Spielkultur freilich hat sich nichts geändert: Von der nichtssagenden Stromlinienförmigkeit des neuen Namens ist die ABC auf ihren beiden Major-Debüts jedenfalls weit entfernt.

„Exit Baroque“ (auch so ein Titel aus der Marketingretorte) bietet ein Programm, das zeitlich die ganze Epoche des Barock durchmisst und musikhistorisch wenig erhellt.

Dafür aber liefern die zwischen 1610 und 1737 entstandenen Ciaccone und Sonate von Johann Heinrich Schmelzer, Francesco


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