Seinesgleichen geschieht

Die große Final-Show der Politik: Jetzt kommt Pepi Prölls Superpraktikant

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Vizekanzler Josef Pröll hat’s faustdick hinter den Ohren. Erst heizte er der Öffentlichkeit mit einer deutlichen Rede ein. Sie hieß nicht mehr „Rede an die Nation“, er nannte sie „Projekt Österreich“. Über den Sinn dieser Benennung wurde viel, aber nicht genug nachgedacht. Projekt, das klingt irgendwie schick, modern, viel besser als ein bloßes Vorhaben.

Der Begriff „Projekt“ hat sich gewandelt. Entstanden ist er offenbar vor der industriellen Revolution, der Projektemacher suchte herauszufinden, womit sich Geld machen ließ, egal wie abstrus sein Plan auch scheinen mochte. Auch die Erfindung der Dampfmaschine begann als so ein Projekt. Am Ende des Projekts stand üblicherweise die Pleite und selten der Erfolg. Der Bankrotteur war logischerweise die meistverbreitete Erscheinungsform des Projektanten. Am Ende der industriellen Revolution standen einige wenige erfolgreiche Kapitalisten und eine entrechtete Arbeiterklasse.

Das wird Josef Pröll nicht gemeint haben. Hatte


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