Kolumne

Barack Obamas aussichtsloser Kampf in Afghanistan

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Bei so viel Selbstlob wie rund um den Fall der Berliner Mauer könnte man es fast vergessen: Gegen das sowjetische Reich des Bösen hat der Westen nicht nur mit den Waffen der Demokratie und der Menschenrechte gekämpft. Während Papst, Ronald Reagan und Helmut Kohl die polnische Solidaritätsgewerkschaft, russische Menschenrechtsgruppen und ostdeutsche Kirchengemeinden unterstützten, finanzierte Amerika auch Todfeinde von Demokratie und Fortschritt.

Für die grotesken Bündnisse, die die freie Welt im Kampf gegen den Kommunismus einging, zahlt Afghanistan heute den höchsten Preis. Die 1978 in Kabul an die Macht gekommenen Kommunisten propagierten Alphabetisierung und Landreform, sie verboten Zwangsheiraten und die Burka. Der Staat ließ Moscheen schleifen, der Geheimdienst jagte islamische Prediger. Es war die Erziehungsdiktatur einer Minderheit, die sich bald nur dank tausender sowjetischer Soldaten am Ruder halten konnte. CIA-Chef William Casey ließ die aufständischen Islamisten mit


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