Im versunkenen Paradies

Politik | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Bagdad wurde befreit? Eine Million Menschen starb an den Folgen des Irakkriegs. Unser Autor, ein Wiener Opernregisseur, wagte sich hinaus in Schulen, Stadien und Theater der gefährlichsten Stadt der Welt

Reportage: Paul Flieder

Links Betonwälle, rechts Betonwälle, vorne Militärfahrzeuge, hinten Militärfahrzeuge, eigentlich überall Militärfahrzeuge, in der Luft Hubschrauber und Fesselballons mit Kameras. Und immer wieder Checkpoints mit Bombendetektoren.

„Insbesondere die Fahrt vom Flughafen in die Internationale Zone bedarf einer genauen Planung der Sicherheit durch Experten“, empfiehlt die deutsche Botschaft in Bagdad auf ihrer Homepage. Das ist ein bisschen übertrieben, aber die Fahrt ist umständlich und deprimierend. Nur eigens lizenzierte Taxis dürfen in eine etwa zehn Kilometer breite Sicherheitszone rund um den Flughafen hinein. Freunde können einen nicht direkt abholen. Mit so einem Taxi fährt man zu einem Checkpoint, dort dürfen Privatautos und normale Taxis warten.

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